Publikation
2007

Jochen Amme

Historische Bestecke II

Supplement zu AMME 2002

224 Seiten, 24 x 32, 100 Bildtafeln, 40 Bildtafeln in Farbe, Leineneinband, Schutzumschlag,
ARNOLDSCHE Art Publishers, Stuttgart 2007

Die Publikation 2007 ist in 9 Kapitel untergliedert, wobei den Kapiteln II,III,IX ein besonderes Gewicht zukommt. Kapitel II (Früh-und Hochmittelalter, 5./6. Jh. – Ende 13. Jh.) geht in der vorangestellten Abhandlung “Zwischen dem Ende der römischen Kaiserzeit und dem Ende des Hochmittelalters” (S. 26 – 39) der Frage nach, warum aus diesen langen Jahrhunderten nur so wenige vollständige Messer (Messer mit Klinge und Griff) erhalten sind und versucht Antworten zu geben: Ist diese erstaunliche Fundarmut vielleicht darin begründet, dass die allermeisten Stücke verloren gegangen sind, oder, dass diese “dunklen” Jahrhunderte zivilisatorisch wenig entwickelt und deshalb vor allem die Gegenstände der Alltagskultur von einfacherer Machart waren und deshalb kaum Beachtung fanden, oder, dass die allermeisten Messer mit Griffen aus Holz versehen waren und das Holz im Verlaufe einer jahrhundertelangen Bodenlagerung langsam verrottete, oder, dass in der veränderten christlichen Bestattungskultur Grabbeigaben -auch Messer – immer ungebräuchlicher wurden, oder, dass manches, was noch als römisch gilt, vielleicht späteren Datums ist, und das, was schon dem Späten Mittelalter zugerechnet wird, vielleicht auch früher einzuordnen wäre?

In Kap.III (Spätmittelalter) wird zunächst die Frage ausführlich erörtert, ob gemalte Messer auf Miniaturen oder Abendmahlsszenen hilfreich sein können für die Datierung realer Messer, und in Kap.IX (Zweite Hälfte des 20. Jhs.) wird festgestellt, dass die Postmoderne eine überraschende Nähe zur Vor-und Frühgeschichte findet.

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